CO-Alarm in Spadener Shisha Bar

Veröffentlicht in Einsätze 2018

Am Sonntag, den 04.03 um 00:14Uhr wurden wir zu einem CO-Einsatz in Spaden alarmiert. Zuvor betraten um kurz nach Mitternacht Mitarbeiter des Rettungsdienstes die Shisha Bar am Spadener See. Dort löste der stets mitgeführte CO-Melder auf Grund einer gefährlichen Kohlenstoffmonoxid -Konzentration aus. Die ca. 10 Personen in der Bar wurden umgehend evakuiert und die Leitstelle Unterweser Elbe, sowie die Polizei informiert. Die Leitstelle entschied auf Grund der Lage um 0:14Uhr die Wehren aus Spaden, Bramel, Schiffdorf, Sellstedt, den Gefahrgutzug und den Dekontaminationszug des Abschnittes Nord, den Organisatorischen Rettungsdienst, sowie mehrere Rettungswagen zu alarmieren. 

Die ersten Kräfte vor Ort belüfteten das Gebäude mittels Druckbelüfter. Eine weitere Messung zeigte eine erhöhte CO-Konzentration. Da die Lage unter Kontrolle war und sich keine Person mehr im Gebäude befand, gab Einsatzleiter Stefan Krupp (Spaden) erstmal Entwarnung. Alle weiteren anrückenden Kräfte konnten die Anfahrt abbrechen. Im Einsatz waren letztlich nur wir sowie die Spadener Wehr, der Gerätewagen Gefahrgut aus Langen, der Organisationsleiter Rettungsdienst, sowie zwei Rettungswagen. Als vermeintliche Ursache konnte ein Grill ausgemacht werden, welcher in einem Flur betrieben wurde. Ein Trupp unter Atemschutz entfernte diesen aus dem Gebäude. Nachdem das Gebäude ca. 1 Std. belüftet wurde, war mit unserem 4Fach-Gas-Messgerät immer noch eine leicht erhöhte CO Konzentrationen festzustellen. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben, das Gebäude wurde geschlossen. Eine Freigabe des Gebäudes kann nur von amtlicher Stelle erfolgen. Einsatzende war gegen 02:40Uhr.

„Schon kleine Mengen von Kohlenstoffmonoxid in der Luft können zu einer Vergiftung führen“, so Einsatzleiter Stefan Krupp. „Trotz ausgiebiger Lüftungsmaßnahmen, kann noch über lange Zeit von Gegenständen aufgenommenes CO wieder freigesetzt werden.“

Aus ungeklärter Ursache wurden seitens der Leitstelle Alarmierungen für Sirenen mehrfach ausgesendet. Die genaue Ursache wird nun von den Verantwortlichen geklärt.